Ausgangslage

  • Die Speicherauslastung der QNAP-NAS (derzeit 2×3 TB Festplatten) erreicht ihr kritisches Niveau
  • Die Sophos Firewall stößt an ihre (virtuell) auferlegten Grenzen

Als Lösung soll ein neuer Server her, zur Konsolidierung der beiden Einzelgeräten: Sophos Firewall und FreeNAS als virtuelle Maschinen auf einem VMWare 5.5 ESXi Hypervisor.

Anforderungen

  • Platz für mindestens 4 Platten
  • ECC-Ram fähiges Mainboard
  • min. 5 Netzwerkanschlüsse (2x NAS, 2x Sophos, 1x Management)
  • VT-d, damit PCI-Geräte wie Netzwerkkarten und SATA-Controller direkt an die virtuellen Maschinen durchgegeben werden können
  • stromsparend
  • gutes Preis/Leistungsverhältnis
  • Garantie

Meine Wahl fiel daher auf den Dell PowerEdge T20

Der Dell Power Edge T20 mit Xeon 1225er CPU ist ein Rechner mit potenter Hardware und sollte die von ihm verlangten Arbeiten problemlos erledigen können. Für wenig Geld gibt es sogar noch 2 Jahre VOS (Vor Ort Service) dazu. Fernverwaltung ist mittels Intel AMT 9.0 ebenso möglich.

Konfiguration

Schnittstellen

Das Mainboard bietet 3 PCI-Express (x1, x4, x16) und eine PCI (3,3V). Meine Belegung sieht so aus:

  • M1015 SATA Controller
  • Intel Dual-Netzwerkkarte

Leider ist einer der drei PCI-Express Anschlüsse nur ein x1 und so muss ich auf eine Intel NIC mit x1 Anschluß ausweichen und den 4. Steckplatz, welcher ein echter (alter) PCI ist, ebenfalls mit einer Intel NIC bestücken, um auf meine 4 Netzwerkdevices zu kommen. Dafür können jetzt alle PCI-Karten mittels VT-d durchgereicht werden: der M1015 und die Intel DUAL-Nic für die NAS und die restlichen 2 Netzwerkkarten für die Sophos Firewall.

Die Onbard-Netzwerkkarte sowie der Onboard SATA Controller nutzt der VMWare Hypervisor selbst.

Storage

An Speicherplatz benötige ich im Moment ca. 3 TB, als Mindestgröße strebe ich eine Verdoppelung auf 6TB an. Realisiert wird das mit einem ZFS-RaidZ1 (vergleichbar mit RAID5) auf der Basis von 3x 3TB WD Red Festplatten.

Die mitgelieferte 1TB Festplatte verbleibt am Onboard SATA Controller und fungiert als Datenspeicher für den Hypervisor und beinhaltet die 2 virtuellen Rechner nebst lokalem Backup.

Der Hypervisor selbst wird auf einen „gerade verfügbaren“ 4GB USB-Stick installiert. Natürlich könnte man auch den 1TB Datenspeicher dafür verwenden, ich will aber eine strickte Trennung zwischen System und Daten – man weiß ja nie, welche Störfälle vorkommen und da ist es angenehmer, wenn man mal schnell den Hypervisor auf einen anderen Stick installieren kann, oder den Datenspeicher schnell gegen eine andere Platte austauscht. Geschmackssache halt…

Memory

Ab Werk ist der PowerEdge T20 mit einem 4GB DDR3-ECC Ram-Riegel bestückt. Diese werden noch mit 2x8GB DDR3-ECC Ram aufgestockt, die Gesamtmenge beträgt also 20GB – ausreichend für meine Anforderungen.

Im nächsten Teil wird die Installation des VMWare Hypervisors besprochen

Bilder sind im Eigentum der Dell Inc.